Nach 141 Tagen musste ich erstmals für Ladestrom zahlen

Bislang war ich aufgrund der Pandemie mit meinem Zoe nur im Raum Halle / Leipzig unterwegs. Deshalb profitierte ich von der Leipziger Regelung, den Strom für Elektrofahrzeuge kostenfrei abzugeben, die allerdings offiziell Mitte März 2021 beendet wurde. Da man allerdings mit Ladekarten auswärtiger Unternehmen noch immer kostenfrei Strom in Leipzig bekommt, musste ich bislang nicht für meinen „Treibstoff“ nicht zahlen. Doch das sollte sich beim Ausflug in den Harz ändern.

4.000 Kilometer mit Elektroantrieb

Auf dem Weg zur Arbeit kurz vor Halle ist es soweit: 4.000 Kilometer zeigt die Bordelektronik an. Und für das Foto fahre ich sogar extra rechts auf einen Parkplatz. Meine Bilanz ist klar und eindeutig: Es hat sich gelohnt.

Trip Tracker zeichnet nach Smartphonewechsel Geisterfahrten auf – Fehler behoben

Trip Tracker ist eine sehr praktische androidbasierte Smartphone-App, nämlich ein digitales Fahrtenbuch. Nach einem Wechsel des Smartphones gab es plötzlich Geisterfahrten in der App. Strecken, die ich zwar mal gefahrenbin, aber nicht in diesem Moment, wurden zusätzlich zu den tatsächlichen Fahrten angezeigt. Erst nach vielen Versuchen entdecke ich eine Lösung.

Sind Elektroautos umweltfreundlich?

Oft heißt es, Elektroautos seien nicht umweltfreundlich. Und danach werde ich dann als Fahrer eines Elektroautos unfreundlich angeschaut. In der Begründung wird meist auf die Herstellung des Stroms (Kohle, Atomkraft usw.) und auf die Gewinnung der Rohstoffe für die Batterie hingewiesen. Es sind Begründungen, die es seit vielen Jahren gibt, die aber nicht die aktuelle Entwicklung und neue Untersuchungen berücksichtigen. Ich habe darauf schon öfter geantwortet und fasse hier meine Antworten einfach zusammen. Künftig werde ich diesen Artikel verlinken und ihn deshalb auf dem aktuellen Stand halten.

Ja, ich komme wirklich gut durch den Schnee

Der Winter ist da. Die Temperaturen sind niedrig. Und alle fragen ganz besorgt: „Kommst du denn mit deinem Elektrowagen durch den Schnee?“ Meine Antwort ist klar: „Ja, ich komme wirklich gut durch den Schnee!“. In Zeitungen und in den Sozialen Netzwerken lese ich dagegen abenteuerliche Thesen, dass Elektrofahrzeuge im Winter nicht funktionieren.

Zoe fährt gut im Schnee

An zwei Tagen bin ich nun mit meinem Zoe durch den Schnee gefahren. Das erste Mal mit einem Elektrofahrzeug. Und nun kann ich feststellen: Ich bin mit meinem Zoe sehr zufrieden.

Verbrauch meines Zoe sinkt – liegt das am Fahrstil?

Der Verbrauch meines Zoe sinkt. So geht es aus dem elektronischen Fahrtenbuch hervor, welches ich führe. 18 kWh /100 km zeigt die App beim vierten Laden an. Laut Hersteller liegt der durchschnittliche Verbrauch bei 17,2 kWh / 100 km. Liegt das daran, dass ich lerne mit einem Elektroauto zu fahren und meinen Fahrstil anpasse? Das wird die Auswertung der nächsten Ladevorgänge zeigen.

Skeptiker fragen mich: „Gibt es denn genug Ladesäulen?“

Es ist eine Frage, die ich jetzt immer wieder höre: „Gibt es denn genug Ladesäulen?“ Ich antworte dann immer: „Ja, allerdings braucht Deutschland bald mehr und zwar an den richtigen Stellen.“ Ladesäulen müssen an Arbeitsplätzen, Wohngegenden, Einkaufszentren, Restaurants und Schnellladesäulen entlang den Autobahnen aufgestellt werden. Übrigens: Auch die Preise für den Strom sind konkurrenzfähig. In Leipzig gibt es den Strom für Elektroautos beispielsweise gratis.

Tanken oder Laden – was ist günstiger?

Es ist bei der Anschaffung eines neuen Wagen immer eine der ersten Fragen: Verbraucht der mehr oder weniger? Oder vielmehr: Ist der für mich teurer oder billiger? Die Antworten auf die Fragen werden umso interessanter, wenn man einen Systemwechsel vollzieht, also – wie in meinem Falls – von einem Benziner auf einen Stromer umsteigt. Nach über zwei Woche ziehe ich eine ganz private Bilanz.

Ferngesteuert wird mein Zoe am frühen Morgen vorgeheizt

Heute früh war es dunkel und kalt. Wie praktisch, den Zoe schon aufheizen zu können, bevor ich den Wagen erreichte. Möglich ist das über den blauen „Starten“-Button der MyRenault-App. Alternativ können auch Zeiten vorgeplant werden.

Bundesumweltministerium: Beim PKW ist E-Mobilität am effizientesten

Immer häufiger ist zu hören, dass neben der Elektrizität auch andere alternative Antriebsenergien für Autos entwickelt werden müssen. Das ist völlig ok und sinnvoll. Doch derzeit ist das „E“ beim PKW-Antrieb noch immer die beste Lösung für die Umwelt, wie diese Grafik des Bundesumweltministeriums verdeutlicht. Sowohl beim Wasserstoff (54 kW/h auf 100 km Strecke) als als auch bei synthetischen Kraftstoffen (115 kW/h) wird bei der Produktion viel mehr elektrische Energie gebraucht, als wenn man das Auto gleich mit Elektrizität fahren lässt (18 kW/h).

Treibstoff kostenfrei – es ist auch beim zweiten Mal noch ungewohnt

Wer in Leipzig mit seinem Elektrowagen Strom lädt, der zahlt nicht. Die Stadt wirbt so für mehr Elektromobilität. Eine gute Aktion. Aber ungewohnt ist es doch schon. Zwei Apps begleiten mich beim Ladevorgang und der Auswertung: „TripTracker“ und „My Renault“.