Sind Elektroautos umweltfreundlich?

Sind Elektroautos umweltfreundlich?

Oft heißt es, Elektroautos seien nicht umweltfreundlich. Und danach werde ich dann als Fahrer eines Elektroautos unfreundlich angeschaut. In der Begründung wird meist auf die Herstellung des Stroms (Kohle, Atomkraft usw.) und auf die Gewinnung der Rohstoffe für die Batterie hingewiesen. Es sind Begründungen, die es seit vielen Jahren gibt, die aber nicht die aktuelle Entwicklung und neue Untersuchungen berücksichtigen. Ich habe darauf schon öfter geantwortet und fasse hier meine Antworten einfach zusammen. Künftig werde ich diesen Artikel verlinken und ihn deshalb regelmäßig aktualisieren.

Renault will dem Akku ein zweites Leben geben

Eine besondere Art, umweltfreundlich mit Elektroautos zu wirtschaften, ist das „Second Live“ – das zweite Leben der Akkus. Sobald sie nicht mehr ihre hundertprozentige Leistung erbringen oder aber die Autos verschrottet werden, lassen sich die Stromspeicher ausbauen und danach anders nutzen. Beispielsweise können viele Akkus zusammengeschaltet werden und Windenergie, die beispielweise während eines Sturms produziert, aber in dem Moment nicht gebraucht wird, zwischenspeichern. Wenn dann später ein Strombedarf besteht, können diese Akkus angezapft werden, ähnlich, wie die Powerpacks für die Handys, nur eben viel größer und leistungsfähiger. Aber es gibt noch viel mehr Ideen.

Renault beschreibt in einem Werbevideo, wie es in dem eigenen Unternehmen funktionieren soll. Ich selbst fahre einen Elektrowagen des französischen Autobauers. Insofern bin ich daran sehr interessiert. In dem Text zum Video heißt es unter anderem:

Um den Temperaturanstieg zu begrenzen, muss die Automobilindustrie ihre Treibhausgasemissionen reduzieren. Wie kann das gemacht werden? Durch die Förderung der Umstellung auf Elektrofahrzeuge bei gleichzeitiger Optimierung und Verlängerung der Lebensdauer von Batterien. Ziel von MOBILIZE ist es, nachhaltige Ökosysteme zu schaffen, die Elektromobilität, intelligentes Aufladen und die Wiederverwendung von Batterien zur Speicherung erneuerbarer Energien kombinieren. Um dies zu erreichen, kombiniert MOBILIZE sein Know-how mit dem anderer Unternehmen wie dem Start-up Green-Vision mit Sitz in Etampes bei Paris, das sich auf die Integration von Second-Life-Batterien in andere Fahrzeuge spezialisiert hat. Yann Lelong, sein Gründer, erklärt, wie diese Partnerschaft funktioniert und was sie mit den Ex-Batterien von Renault-Fahrzeugen zum Leben erweckt.

Renault auf Youtube

Aktuelle Studien

Detaillierter und aktueller sind Studien über die Umweltverträglichkeit von Elektroautos.

Das Nickelproblem

Mit dem Rohstoff Nickel hat sich das Manager Magazin am 25.06.21 beschäftigt. Ein sehr hintergründiger und umfassender Artikel. Doch ganz am Ende nennt der Text auch eine Lösung. Hier ist alles nachzulesen.

Weniger wissenschaftlich, aber irgendwie logisch

Stellen Sie einmal bei einem Elektrofahrzeug den Motor in einer Garage an. Sie werden kaum etwas hören und Sie werden vor allem auch nicht ersticken, denn direkt vor Ort ist dieses Auto am gesündesten. Machen Sie das bei einem Benziner oder Diesel bitte nur mit offener Garagentür. Denn die Verbrenner sind nicht nur laut, sondern direkt vor Ort mit ihrem Schadstoffausstoß auch tödlich.

Kurz erklärt: Wie umweltfreundliche sind Elektroautos?

Die Tagesschau hat auf Youtube am 09.07.19 ein kurzes aber sehr ausgewogenes Erklärvideo zum Thema veröffentlicht.

Das Video ist gut, gibt aber den Stand von 2019 wieder, der inzwischen schon etwas veraltet ist.

Sind Elektroautos neu?

Während die letzte Innovationen bei der Verbrennertechnologie die Abschaltvorrichtungen bei den Dieselmessungen war, gibt es bei der Elektrotechnologie quasi im Monatsabstand Neuerungen. Deshalb kann man ohne weiteres von einer modernen Technik sprechen, obwohl der erste Elektroantrieb (Anderson, 1832/1839 und Flocken, 1888) für ein Fahrzeug ähnlich alt ist, wie die Verbrennertechnologie (Benz, 1886).

Dieser Artikel wurde am 06.03.21 veröffentlicht und wird bei Bedarf aktualisiert.

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