Ja, ich komme wirklich gut durch den Schnee

Ja, ich komme wirklich gut durch den Schnee

Der Winter ist da. Die Temperaturen sind niedrig. Und alle fragen ganz besorgt: „Kommst du denn mit deinem Elektrowagen durch den Schnee?“ Meine Antwort ist klar: „Ja, ich komme wirklich gut durch den Schnee!“.

In Zeitungen und in den Sozialen Netzwerken lese ich dagegen abenteuerliche Thesen, dass Elektrofahrzeuge im Winter nicht funktionieren. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat beispielsweise einen der kleinsten und weniger leistungsstarken Elektrowagen jetzt bei den niedrigen Temepraturen getestet und ein vernichtendes Urteil gefällt. Für viele scheint ein Elektrowagen irgendwie kein richtiges Auto zu sein.

Während ich heute morgen auf dem Weg zum Auto bin, bietet sich mir allerdings ein anderes Bild: Rechts und links stehen ganz viele Benziner und Dieselfahrzeuge, die offenbar seit einigen Tagen nicht mehr genutzt werden. Eingeschneit und ganz sichtbar fest in der Straße verankert, wie sie da zu sehen sind, scheint es mir, dass deren Besitzer offenbar eine andere Möglichkeit der Beförderung gesucht und gefunden haben.

Mein Renault Zoe dagegen ist startbereit. Natürlich ist die Leistung der Batterie bei zweistelligen Minus-Temperaturen weniger stark, als noch im Herbst. Aber im Cockpit wird mir angezeigt, dass ich derzeit noch 137 Kilometer fahren kann und dass die Batterie zu 91 Prozent geladen ist.

Als ich den Wagen vor einem Vierteljahr bei wärmeren Temperaturn nutzte, konnte ich mit 100 Prozent Ladung fast 400 Kilometer fahren. Klar war das praktischer. Aber ich habe den Wagen für Stadtfahrten und für das Pendeln zwischen Leipzig und Halle gekauft – und dafür reicht es allemal. Wer ein Auto für Langstrecken braucht, wird sich auch als Diesel-Version keinen Kleinwagen kaufen. Große Fahrzeuge gibt es unter den Elektrowagen auch. Und die haben natürlich eine höhere Reichweite.

Cockpit meines Zoe
Cockpit meines Zoe

Pikanterweise bemängeln oft Menschen, die noch nie ein Elektrofahrzeug genutzt haben, dessen Reichweite. Ich kann nur sagen: Einfach einmal ausprobieren. Es gibt Elektrofahrzeuge auch zum Mieten.

Übrigens: Das Fahrverhalten im Schnee ist viel angenehmer, als mit einem Verbrenner. Der Antrieb ist konstant. Und man kann mit dem Motor sehr langsam die Geschwindigkeit verändern, so wie es bei Verbrennern einfach technisch nicht möglich ist. Deshalb: Ausprobieren und dann meckern – oder genießen.

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